Markus Frenzl / Was heißt hier Designkultur?

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Essays zum zeitgenössischen Design 2006 – 2009

von Markus Frenzl

 

210 x 148 mm, 160 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-9812294-8-6

EUR 24,00

 

Dieses Buch versammelt eine Auswahl von 29 Essays aus mehr als 120 Artikeln und Beiträgen zum zeitgenössischen Design, die der Autor zwischen 2006 und 2009 veröffentlichte. Mal mehr, mal weniger fachspezifisch befasst sich die Mehrzahl der Essays mit übergreifenden Themen wie Identität, Urbanität, Einfachheit, Inszenierung, Sprache, Ordnung, Handwerk oder dem öffentlichen Designbild. Dazwischen finden sich immer wieder „Tiefenbohrungen“, die Einzelentwürfe oder spezifische Zeitphänomene näher erkunden und in aktuelle Entwicklungen einordnen. In der Verbindung lassen sie ein Gesamt­bild der prägenden Designthemen der letzten Jahre mit persönlich gesetzten Schwerpunkten entstehen. Seit über einem Jahrzehnt publiziert Markus Frenzl als Designkritiker zu den Themen Design- und Alltagskultur, kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Designs, Designgeschichte und -theorie, Mode oder Farbe im Design. Seine Veröffentlichungen, in denen er sich häufig mit fachübergreifenden Themen und alltagskulturellen Beobachtungen befasst, verstehen sich als bewusstes Gegengewicht zur oft oberflächlichen Design­berichterstattung, bei der in vielen Publikumsmedien noch immer fast ausschließlich Stardesigner und kurzlebige Trends vorgestellt werden. Seine Essays haben ihn zu einer der wichtigsten Stimmen der deutschen Designkritik gemacht. Hier bestellbar.

 

Aus dem artnet Magazin vom 21.01.2010:

Und noch einmal Rams: Auch zwischen den Buchdeckeln des 160 Seiten starken Hardcover-Büchleins von Markus Frenzl fehlt der Fußabdruck des Meisters nicht. Er hat als Gütesiegel ein Vorwort beigesteuert, in dem er dem Autor nachhaltiges, vernünftiges Schreiben bescheinigt. Und so ist es auch. Die Frage des Buchtitels, was Designkultur sei, wird in den 29 Essays sehr vergnüglich und äußerst aktuell beantwortet. Denn irgendwo zwischen dem (Porzellan-)Mülleimer von Konstantin Grcic und dem massenweisen Auftreten von Michele de Lucchis ,Tolomeo-Leuchte, zwischen Zeitschriftenstapeln, Kaffeemaschinen und der DesignArt lauert sie, die Designkultur. Frenzl steigt in die Niederungen des Alltags hinab, berichtet darüber, wie sich matte und glatte Oberflächen bedingen und gleichzeitig abstoßen oder wie sich manches Design einfach irgendwann davonmacht - wenn etwa das Verschwinden der verpixelten, frühen Handy-Fotografie oder eines sonderbaren Geräts namens ,Anrufbeantworter betrauert wird. Die Texte entstanden zwischen 2006 und 2009 und viele davon wurden schon auf diversen Internetplattformen veröffentlicht oder stammen aus Unternehmenspublikationen. Denn auch das ist Designkultur - ein Teil davon gehört immer der Industrie. Die Gestaltung des Buches durch die Grafikerin Antonia Henschel macht allerdings den Vorteil des Buches gegenüber dem Web sehr deutlich: Das Internet liegt nicht so schön auf dem Bücherstapel."

 

Aus der Page 01.10:

Sind Designer-Toys Ausdruck der Infantilisierung unserer Gesellschaft? Was sagen matte oder glänzende Oberflächen über die scheinbare Wertigkeit von Dingen aus? Warum passt die Tolomeo-Leuchte so wunderbar in die Ära von Rucolasalat und Ich-AGs? Solche fundamentalen Fragen beantwortet Markus Frenzl in diesem Essayband auf unterhaltsame Weise - wobei er dem Leser ebenso oft erhellende Gedankenanstöße wie Anlass gibt, in sich hineinzukichern. Der Autor, der das Consultingbüro 4gzl/designkontext in Frankfurt betreibt, ist ursprünglich Produktgestalter, was sich in der Ausrichtung der Texte widerspiegelt. Doch hier geht es um mehr als einzelne Disziplinen, nämlich um den Spiegel, den Design aller Art der Gesellschaft vorhält. Die gelungene und abwechslungsreiche Buchgestaltung der vielfach ausgezeichneten Designerin Antonia Henschel von Sign Kommunikation, dessen Ableger Trademark Publishing ist, erhöht den Lesespaß noch.

 

Aus der NZZ am Sonntag vom 22.11.2009:

Der deutsche Design-Journalist Markus Frenzl gehört zu den klügsten Köpfen seines Fachs und analysiert zeitgenössisches Design mit präzis gewählten Worten. Und weil er dabei auch gern auf seinesgleichen zielt (Wenn Design nach Worten sucht, erstickt es oft an Floskeln), ist er ein in der Branche durchaus gefürchtetes Kaliber. Die 29 besten von Frenzls Essays und Traktaten, die er in den letzten fünf Jahren für Stylepark, Du, Design Report und andere Medien schrieb, sind jetzt als Buch erschienen. Das Vorwort zu ,Was heißt hier Designkultur? verfasste übrigens der Designer Dieter Rams.


Karl W. Henschel
Westendstr. 87
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